Bioweine - Organic

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Bioweine | Savinis Hintergrundwissen

Ob ein Wein bio wird, entscheidet sich hauptsächlich im Rebberg. Etwa seit den 80er Jahren setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Einsatz von Kunstdünger, Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden für Böden, Winzer und Konsumenten bedenklich ist.

Seit 1991 regelte die EU mit der Verordnung 2092/91 den Anbau biologischer Lebensmittel, also auch den Anbau von Weintrauben. Allerdings erst 2012 wurde die Verordnung 606/2009 in Kraft gesetzt. Darin werden die Verfahren beschrieben und die Hilfsstoffe für die biologische Weinbereitung festlegt. Vorher gab es im EU-Raum keine eigentlichen Bioweine, sondern nur Weine die aus biologisch erzeugten Trauben hergestellt wurden.

und im Weinkeller?

Besonders wichtig für die Biowein-Richtlinien ist vor allem die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt im Rebberg zu schützen. Aber es gelten auch im Keller einige Bestimmungen, die jedoch für die herkömmlich Weinerzeugung nicht besonders relevant sind.

Zum Stabilisieren, Schönen oder Klären dürfen weder Gelatine noch Rinderblut, Metaweinsäure oder andere Mittel eingesetzt werden. Generell soll Biowein möglichst natürlich erzeugt werden. Auch ist die  Umkehrosmose (dem Traubenmost Wasser entziehen und so konzentrieren) nicht erlaubt. Auch die Kryoextraktion, die den künstlich gefrorenen Trauben Wasser entzieht, ist nicht erlaubt. Ausserdem darf die Maische nur auf maximal 40°C erwärmt werden und nicht, wie dies beim Verfahren Maischeerwärmung sonst oft der Fall ist, auf 60°C und mehr.
Der Einsatz von schwefliger Säure (SO2), wird auf ein absolutes Minimum beschränkt.

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